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2019-07-01

Von: Niklas Gerken (gepr. Oliver Osmers)





Schließer/Öffner

in Bezug auf Voll- und Leermelder


 

 

In diesem Blogeintrag werden die Begrifflichkeiten Öffner und Schließer erläutert, sowie die Funktionsweise von Voll- bzw. Leermeldern beschrieben.

 

 

Was ist ein Schließer/Öffner?

Bei Schaltern unterscheidet man grundsätzlich zwischen den sogenannten Schließern und den sogenannten Öffnern. Bei einem Schließer wird bei Betätigung des Schalters der Stromkreis geschlossen. Bei einem sogenannten Öffner ist es genau umgekehrt, wenn der Schalter betätigt wird, unterbricht der Stromkreis.

 

 

 

 

Wo werden Schließer/Öffner verwendet

Schließer finden sehr häufig Verwendung unter anderem als Lichtschalter oder an diversen elektronischen Geräten, um diese ein- oder auszuschalten. Wohingegen Öffner vor allem Verwendung bei Sicherheitsrelevanten Systemen wie zum Beispiel bei Alarmanlagen oder Notaus-Schaltern zum Einsatz kommen.   

 

Was sind die Vor- und Nachteile?

Der größte Vorteil eines Schließers ist das der Stromkreis im Normalzustand unterbrochen ist, somit wird nur dann elektrische Energie verbraucht, wenn der Schließer betätigt wurde. Der größte Nachteil ist die sogenannte Drahtbruchsicherheit. Der Begriff Drahtbruchsicherheit meint, dass wenn eine elektrische Leitung beschädigt wird, ein elektronisches Gerät oder eine Industrielle-Anlage sofort ausgeschaltet wird. Bei einem Schließer ist die Drahtbruchsicherheit nicht gewährleistet, da ein Schließer keine Möglichkeit besitzt ein Drahtbruch festzustellen.

Bei einem Öffner hingegen herrscht Drahtbruchsicherheit, da im Normalzustand dauerhaft elektrische Energie auf der Leitung anliegt. Sollte es eine Beschädigung an einer Leitung geben wird der Stromkreis unterbrochen und der Öffner löst aus. Der Vorteil ist gleichzeitig auch ein Nachteil, da im Normalzustand dauerhaft elektrische Energie anliegt, wird diese auch verbraucht.

 

 

Was ist ein Leer-/Vollmelder?

Bei den verschiedensten Behältnissen sind Leer- und Vollmelder im Einsatz. Diese lösen bei Überschreitung eines Grenzwertes aus. Sie sorgen dafür das ein Behältnis nicht überläuft (Vollmelder). Aber auch dafür das immer genügend Rohstoffe vorhanden sind. (Leermelder).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wo werden Leer-/Vollmelder verwendet?

Leer-/Vollmelder können überall verwendet werden, wo Flüssigkeiten oder Rohstoffe in Behältnissen wie zum Beispiel in Tanks oder Silos gespeichert werden.

 

Was sind die Vor- und Nachteile?

Bei der Füllstandmessung wird zwischen Grenzschaltern und der dauerhaften Messung mithilfe von Sensoren unterschieden. Ein Vorteil von Grenzschaltern liegt in der Einfachheit und der Sicherheit, welche vor Überfüllung schützt und dafür sorgt das immer genügend Rohstoffe im Behältnis vorhanden sind. Der Nachteil von Grenzschaltern liegt darin, dass diese nur zwei Werte anzeigen können. Entweder das Behältnis ist Voll oder Leer. Soll die Füllstandmessung genauer erfolgen, werden zusätzliche Messsysteme eingesetzt, welche den Füllstand beispielsweise in Prozent anzeigen können. Diese Verfahren sind meist um einiges kostspieliger. Daher muss immer abgewogen werden, welches Verfahren geeigneter erscheint.    

 

Wie funktionieren Leer-/Vollmelder im Detail?

Als Grenzschalter werden aufgrund der Drahtbruchsicherheit Öffner verwendet, welche durch ein bestimmtes Messsystem ausgelöst werden. Die Messsysteme unterscheiden sich zwischen mechanischer-, optischer-, kapazitiver-, sowie einigen weiteren Systemen. Als Beispiel wird ein mechanisches Messsystem erläutert und zwar die des Schwimmers. Ein Schwimmer wird bei Flüssigkeiten eingesetzt. Er besitzt eine geringere Dichte als die Flüssigkeit und schwimmt somit auf der Oberfläche. Der Schwimmer selbst ist an einer Führung befestigt. Wird das Behältnis in dem der Schwimmer sich befindet gefüllt, steigt der Flüssigkeitsspiegel ebenfalls an. Da der Schwimmer an der Oberfläche „schwimmt“, bewegt sich dieser nach oben. Sollte der Tank komplett gefüllt sein, erreicht der Schwimmer seinen höchsten Punkt und löst den Öffner aus. Durch auslösen des Öffners wird der Stromkreis unterbrochen und die Pumpe, welche das Behältnis füllt, wird abgeschaltet.

 

 

Zusatzinformation

Bei Garagentoren gibt es sogenannte Endlageschalter. Diese verhindern das, beim Öffnen oder Schließen einer der Endlagen überschritten wird. Sollte das Garagentor komplett aufgegangen sein muss der Motor abgeschaltet werden, da dieser ansonsten kaputtgeht. Dafür werden aufgrund der Drahtbruchsicherheit ebenfalls Öffner verwendet. Sollte eine Endlage erreicht sein löst der Öffner aus und der Stromkreis zum Motor wird unterbrochen.