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2019-03-11

Von: Luca Osmers (gepr. O. Osmers)





Ein Schülerpraktikum von Luca Osmers

bei der Automatisierungsgesellschaft G&O


Mein Praktikum in der Übersicht

Hey, mein Name ist Luca O. und ich bin/war Bestandteil eines zweiwöchigen Praktikums vom 14.01.2019 bis 25.01.2019 bei der Firma G&O. Zum Ende meines Praktikums wurde ich gefragt, ob ich nicht vielleicht einen Beitrag für die Website dieser Firma schreiben möchte, um eventuell anderen potenziellen Praktikanten über diesen Betrieb aufzuklären und meine Erfahrungen mit ihnen zu teilen. Und genau das werde ich jetzt auch tun.

 

Kommen wir erst einmal zu meinem ersten Eindruck über meinen neuen Arbeitsplatz. Noch etwas zurückhaltend, kam ich am 14.01.2019 zu meinem Praktikumsplatz bei der Firma G&O an. Vor Ort bekam ich erst einmal eine kleine Einweisung in den Betrieb. Mir wurden meine Arbeitszeiten (7 Stunden mit einer ca. 1 Stunde Pause) mitgeteilt, ich wurde einmal durch den ganzen Betrieb geführt und schließlich wurde mir ein Praktikanten-Laptop, sowie eine Praktikanten-Mappe ausgehändigt. Nun ging es also zum ersten Mal an meinen eigenen Arbeitsplatz. Hier wurde ich, nachdem ich als ersten Teil meiner Aufgaben ein Informationsbild zum Beruf des Fachinformatikers geschrieben hatte, mit der Software InTouch vertraut gemacht. Die Auszubildenden und Mitarbeiter waren meist bei mir im Großraumbüro. Gerade die Auszubildenden haben während meines Praktikums meiner Meinung nach eine große Rolle gespielt, da sie diejenigen waren die mich beaufsichtigten und anzusprechen waren, wenn ich bei meinen Aufgaben Hilfe benötigte. Jedoch lässt sich sowohl über die Azubis als auch über die anderen Mitarbeiter sagen, dass sie alle einen netten Eindruck gemacht haben und mich unterstützten, falls ich Hilfe benötigte.

 

Nachdem der erste Eindruck vorüber war, verbrachte ich den Rest der Wochen mit reichlich Übungsaufgaben, damit ich ein Gespür für die Software InTouch bekommen würde und damit ich mich nebenbei erkundige was die Firma G&O und deren Mitarbeiter eigentlich tun. Beim Begriff „Übungsaufgaben“ denkt man zwar erst einmal nicht an etwas sehr Aufregendes, jedoch waren die Aufgaben die ich bearbeitet habe meiner Meinung nach an einem fordernden aber nicht zu schweren Schwierigkeitsgrad angepasst. So wurde mir den Rest der Woche nicht langweilig und ich konnte einiges im Umgang mit diesem Programm lernen.

 

Die Einarbeitung mit InTouch hat einiges an Zeit eingenommen. Das aber mit gutem Grund, denn die größte und wichtigste Aufgabe meines Praktikums war es ein eigenes Programm per InTouch zu erstellen und dazu ein Pflichtenheft und eine Dokumentation zu erstellen. Gegen Ende der ersten Woche wurden mir einige technische Geräte vorgestellt, mindestens eines davon sollte ich für mein Projekt verwenden. Ich nahm gleich zwei, eine SPS (speicherprogrammierbare Steuerung) mit einer Ampelleuchte und einen Barcode-Scanner. Daraufhin plante ich mein Projekt durch und fertigte mein Pflichtenheft an.

 

 

 

Hier eine erste grobe Skizze meines Projekts:

 

Nach einem entspannten Wochenende begann nun meine zweite Woche bei G&O. Die meiste Zeit verbrachte ich dabei mit meinem Projekt und ich merkte schon langsam, dass sich ein gewisser Arbeitsalltag bei mir eingeprägt hat. Ungefähr drei Tage benötigte ich mit der Fertigstellung meines Projekts. Am vierten Tag holte ich die Dokumentation des Projektes nach und stellte es dann schließlich auch vor.

 

Bevor wir zum fünften und auch letzten Tag dieser Praktikumswoche kommen, möchte ich aber so frei sein um euch mein Projekt vorzustellen. Angehangen am nächsten Textabschnitt findet ihr einen Screenshot des Hauptfensters des Programmes, kurz nachdem es gestartet wurde. Jetzt aber erst einmal zur Erklärung des Projekts und der einzelnen Schritten seines Vorgangs.

 

 

Mein Projekt

Bei meinem Projekt handelt es sich um eine Paketstation die Pakete sortiert. Das Paket erscheint von der linken Seite aus auf dem Förderband und wird bis zu dem Männchen mit dem Barcode-Scanner transportiert. Eine Anzeigetafel neben den Männchen zeigt an ob und wann das Paket gescannt werden soll. Ist die Anzeige von „Warten!“ auf „Space, dann scannen!“ umgesprungen, kann die Space-Taste betätigt und einer der vier vorgefertigten Barcodes gescannt werden. Wird ein Paket gescannt leuchtet auch der Barcode-Scanner des Männchens auf und das Paket fährt weiter nach rechts. Wurde der Barcode für „Rot“ gescannt gelangt das Paket ins rote Lager, bei „Gelb“ in das gelbe, bei „Gruen“ in das grüne, bei „Muell“ in das Müll-Lager und bei unbekannten Barcodes in das „?-Lager“. Bei den drei wichtigen Lagern (rot, gelb und grün) leuchtet je nachdem welches Lager vom Paket angesteuert wird die jeweilige Farbe der Ampelleuchte der SPS und auch die Lampe neben dem angesteuerten Lager auf. Ein Zähler dokumentiert hierbei die Anzahl der im jeweiligen Lager gelagerten Pakete. Zwei andere Anzeigen (im Bild unten schwarz) zeigen den gescannten Barcode an. Ist das Paket im Lager angekommen springt sie jedoch auf das Wort „Nächstes!“ um, was darauf hindeutet, dass der Vorgang wiederholt werden kann.

 

Screenshot der Paketstation kurz nach Start:

 

Im Prinzip erfüllt dieser Teil des Projekts schon all das was ich mir vorgenommen hatte, jedoch habe ich es um zwei weitere Fenster noch erweitert. Hinzugefügt wurde von mir eine Abholstation und eine Verbrennungsanlage.

 

Zunächst komme ich zur Abholstation. Ein Bild ist ebenfalls unter diesem Abschnitt aufgeführt. Die Abholstation befindet sich auf der anderen Seiter der farbigen Lager. Man kann zu ihr hin navigieren indem man die Tür der Paketstation neben dem „EXIT-Schild“ anklickt. Zurück zur Paketstation navigieren kann man, indem man die Tür zwischen dem gelben und grünen Lager bei der Abholstation anklickt. Die Abholstation bedient sich bei den Paketen der farbigen Lager. Man wählt irgendeinen der drei vorhandenen Schalter, eine Lampe unter dem Schalter zeigt an, dass sie aktiviert ist, und der jeweilige Kran zieht ein Paket aus dem Lager heraus und belädt den jeweiligen LKW. Der Vorgang kann dabei gestoppt werden, wichtig anzumerken ist aber, dass ein Paket das aus dem Lager herausgenommen wurde ohne Umschweife garantiert in den LKW eingeladen wird. Wenn die Pakete dann eingeladen werden, füllt sich der in der jeweiligen Farbe ausgefüllter Tank, an der Stelle wo man über den Köpfen der Kräne die jeweiligen noch grauen Flächen sieht, proportional zu der Anzahl der eingeladenen Pakete, dem entsprechend sinkt der Zähler des jeweiligen Lagers pro Paket um den Wert der eingeladenen Pakete. Ist ein LKW voll beladen (max. 10 Pakete) stoppt der Einladungsvorgang, der Schalter wird deaktiviert und der LKW fährt weg, um die Lieferung zu verschicken und erscheint nach kurzer Zeit wieder, mit einer leeren Ladefläche. Zwei Anzeigen (oben links und oben rechts) dokumentieren dabei die jeweilige Anzahl der versendeten Lieferungen. Genau wie bei der Paketstation lässt sich, mit genug eingelagerten Paketen, auch dieser Vorgang nach Belieben oft wiederholen.

 

Screenshot der Abholstation kurz nach Start:

Zu guter Letzt stell ich euch die Verbrennungsanlage vor. Das Bild dazu ist ebenfalls wieder unter diesem Abschnitt zu finden. Durch die Tür oder das Fenster auf der rechten Seite der Paketstation, neben dem „Feuer-Schild“ lässt sich zu ihr navigieren. Angekommen bei der Verbrennungsanlage, gelangt man per Tür oder Fenster auch wieder zurück zur Paketstation. Auffallend bei dem angehangenen Screenshot ist, dass dort eine riesige orangene Fläche ist. Diese Fläche hat genau wie die Fließbänder eine Animation die man sich durch Bilder leider nur vorstellen kann. Normalerweise pulsiert diese orangene Fläche in den Farben Rot, Orange und Gelb und soll damit Feuer darstellen. Wie der Name dieses Fensters schon vermuten lässt, ist dieser Teil dazu da um die „Müll-Pakete“ zu verbrennen. Man betätigt den gelben Schalter, zwei Lampen unter dem Schalter zeigen an ob die Anlage eingeschaltet ist oder nicht und schon werden die Pakete aus dem „Müll-Lager“ geholt und in das Feuer transportiert. Eine Anzeige zeigt die Anzahl der schon verbrannten Pakete an und der „Müll-Lager-Zähler“ sinkt pro verbranntes Paket. Der Vorgang lässt sich auch hier stoppen, anzumerken ist aber, dass einmal herausgenommene Pakete nicht mehr zurückgeholt werden können.

 

Screenshot der Verbrennungsanlage kurz nach Start:

Am Ende bleibt nur noch ein Lager übrig dessen Verwendungszweck ich noch nicht ganz erläutert habe, das „?-Lager“. Ich erwähne es zuletzt, da es das einzige Lager ist, dass sich nicht mit der weiterführenden Funktion der anderen Lager und dementsprechend der Abholstation oder dem Verbrennungslager in Verbindung bringen lässt. Das „?-Lager“ ist dazu da, um unbekannte Pakete aus dem System zu nehmen und die Anzahl dieser zu dokumentieren.

 

 Hier noch ein paar Screenshots des Projektes vor dem Start:

Letzter Tag & Fazit

Heute (25.01.2019) ist mein letzter Tag bei G&O. Heute schreibe ich nur noch diesen Blogeintrag und bekomme eine kleine Praxis-Einweisung. Zurückblickend auf mein Praktikum hier muss ich sagen, dass ich einiges über das Programmieren und den Beruf des Fachinformatikers gelernt habe und dass die Zeit die ich hier verbracht habe eine wirklich angenehme, und gegenüber den Schulalltag, abwechslungsreiche Erfahrung war. Ich bin mir zwar unsicher ob sich das selbe auch als Beruf für mich eignen würde, jedoch bin ich mir bei einer Sache sicher. Wer sich für Technik interessiert, vielleicht sogar selber programmiert oder einfach nur mehr über das Arbeiten mit dem Computer lernen will, dem würde ich ein Praktikum hier oder bei einem ähnlichen Betrieb wirklich ans Herz legen.

 

 

Ich wünsche allen zukünftigen Praktikanten bei der Firma G&O viel Erfolg und Freude beim Erkunden dieses interessanten Berufes!