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2021-01-01

Von: Lukas Reipert (gepr. Osmers)





Aufsetzen eines Ubuntu-Servers


Im Folgenden soll das Vorgehen beim Aufsetzen eines Ubuntu Servers beschrieben werden. Es werden alle wichtigen Schritte bis zum Installieren des Systems aufgeführt und einige wichtige Kommandos genannt.

 

 

Zuerst muss das Iso-Image des Ubuntu-Server-Systems bereitgestellt werden. Dafür sollte sich über eine aktuelle Version informiert oder eine alte Version auf den Speicher geladen werden.  Hier wurde die Version Ubuntu 18.04 LTS gewählt, da diese die höchste und aktuellste Version ist, die mit MySQL v5.7 kompatibel ist. Um den Server für das interne Waren- und Projektverwaltungssystem verwenden zu können, musste die MySQL Version 5.7 kompatibel sein. Unter Berücksichtigung der gegenseitigen Kompatibilitäten wurde dann Ubuntu 18.04 gewählt, auch wenn das nicht mehr der aktuellste Stand ist.

 

Als nächstes muss im Programm für die virtuelle Maschine des Server-Betriebssystems die virtuelle Festplatte benannt, sowie dessen Größe und Pfad festgelegt werden. In diesem Fall nutzen wir die Hyper-V Visualisierung von Microsoft. Außerdem werden dann die Größe des zur Verfügung stehenden Arbeitsspeichers und die bereitgestellten Prozessoren konfiguriert. Als letzter Schritt wird die Boot-Datei ausgewählt, auf dessen Basis das System installiert wird. Dafür muss der Pfad angegeben werden, in dem die Iso-Datei für Ubuntu-Server liegt.

 

Nachdem im Setup fortgefahren wurde, müssen die Netzwerkeinstellungen festgelegt werden. Hier wird eine statische IP-Adresse gewählt. Dafür wird das Interface „eth0“ ausgewählt und dann „IPV4“. Dann werden die Felder „Adresse“, Subnetzmaske, Gateway und Name Server ausgefüllt. Im Feld Subnetzmaske sollte beachtet werden, dass hier der IP-Bereich des Servers benötigt wird (Bsp.: 192.168.1.0) und dahinter noch das zweistellige Suffix der Subnetzmaske (Bsp.: bei 255.255.252.0: 22 oder bei 255.255.255.0: 24) als letztes Oktett. In diesem Fall ein Class-C Netzwerk mit der, o.g. Subnetmask 192.168.1.0/22.

 

Nach diesen Schritten bestätigen und eine Ebene zurück und nochmal eth0 und „IPV6“ auswählen. Diese Protokollversion wird deaktiviert.

Die Option „Proxy“ wird übersprungen. Der Mirror für Paketquellen bestätigen (http://archive.ubuntu.com/ubuntu) bzw. übernehmen.

In der Kategorie Dateisystem wird die Option „Use an entire Disk“ ausgewählt, um eine einzige Partition auf dem Server System zu verwenden. Diese hat dann die Größe der virtuellen Festplatte abzüglich der, in der Regel 512 MB großen EFI-Partition.

 

Danach muss eine Festplatte ausgewählt werden (Sollte bei einer VM nur die sein, die auch zugewiesen wurde). Nach dem Bestätigen wird noch eine Zusammenfassung der Dateisystemeinrichtung angezeigt (Diese wird überprüft und bestätigt).

 

Jetzt muss ein erster Benutzer angelegt werden. Das Feld „Your name“ kann leer bleiben, die Benutzernamen „admin“ und „root“ sind unter Ubuntu Linux dem System vorbehalten und Großschreibung ist nicht vorgesehen. Gewählt wurde ein Benutzername.

 

Die Einrichtung von Snap Apps kann, wenn keine Sonderwünsche in die Richtung benannt sind, übersprungen werden. Die Konfiguration kann zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgerufen und geändert werden.

 

Kommandos:

 

Paketkommandos:

 

 

Installation MySQL

sudo apt-get install mysql-server

sudo mysql_secure_installation utility

SSH Installation

sudo apt-get install openssh-server

Status SSH

sudo service ssh status (Erfolgreich, wenn Output u.A.: „Active: active (running“.)

Installation des Editors „nano“

sudo apt-get install nano

Installation der Netzwerktools

apt install net-tools

 

 

 

Grundlegende Kommandos

 

Aktualisieren der

Update-Listen

sudo apt-get update

Update des

Betriebssystems

sudo apt-get upgrade

Tastatur-Layout

dpkg-reconfigure keyboard-configuration

Firewall Konfiguration

sudo ufw enable

sudo ufw allow mysql

Anlegen eines Benutzers

adduser [userName] –force-badname

Benutzer zu root-Gruppe

hinzufügen

sudo adduser <[userName]> sudo

root-Rechte bekommen

sudo su -

Ausgabe aktueller

Benutzer

whoami

root aktivieren

sudo –i

Anmeldung als Benutzer

„root“

sudo –i sudo -s

root-Kennwort

überschreiben

sudo passwd root

Zeigt geöffnete Ports

netstat -an | grep "LISTEN"

Zeigt Routing Tabelle

netstat -nr

 

 

 

Kommandos für das Dateisystem

 

root-Pfad (default)

cd /

wechselt in [Pfad]

cd /[Pfad]

zeigt Dateien und Ordner

im aktuellen Pfad

ls

Öffnet Datei (Aus

aktuellem Pfad) mit dem

Text-Editor nano

nano [Datei]

Altern. kann die Datei mit

MCEDIT bearbeitet werden

mcedit [Datei]

 

Mit diesen Schritten steht nun eine grundlegende Arbeitsumgebung für Ubuntu-Server bereit, inklusive der Ersten Schritte und wichtigsten Anweisungen. In dem nächsten Blogeintrag auf unserer Webseite in 4 Wochen, wird zusätzlich das Konsolen-Tool MobaXterm beschrieben, welches die Handhabung der Serverkonsole deutlich verbessert.