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2017-12-01

Von: Pascal Lindhorst (gepr. O. Osmers)





Ausbildungsplatzbörse 2017 (Pascal)

an den Berufsbildenden Schulen in Verden


 

Ausbildungsplatzbörse 2017 an den Berufsbildenden Schulen in Verden.

 

Die Ausbildungsplatzbörse der Berufsbildenden Schule in Verden. Der Betrieb war schon viele Jahre dort als Aussteller vertreten, doch für Lara und mich (Pascal), also das erste Ausbildungsjahr war es das erste und auch das letzte Mal als Aussteller an dieser Veranstaltung teilnehmen zu dürfen.  Weil jedes Jahr die neuen Azubis im ersten Ausbildungsjahr an dieser Veranstaltung teilnehmen.

 

Die Vorbereitung für die Börse begann schon direkt mit dem Start unserer Ausbildung. Wir erstellen beide jeweils ein Visualisierungsprojekt in der Programmierumgebung InTouch. Diese Projekte stellten wir zusammen mit unserem Roboterarm und einigen kleinen Spielereien wie einem Patchfeld auf der Börse aus. In beiden Projekten war jeweils ein externes Gerät mit eingearbeitet. Das EKS und die SPS. Lara stellte ihre Visualisierung einer Whiskey Brennerei aus. Sie kann auf Knopfdruck die einzelnen Stationen der Produktion starten und so den Kompletten Ablauf darstellen. Sie hat als kleines Gimmick über die SPS einen Notaus-Knopf mit eingearbeitet.  

Ich stellte ebenfalls ein Projekt aus. Ich habe ein Atomkraftwerk mit verschiedenen Szenarien und automatisiertem Betrieb erstellt.

 

Das Kontrollfenster meiner Visualisierung. Hier findet man einige Anzeigen und Knöpfe sowie rechts im Bild das Interface vom EKS.

 

 

 

 

 Das Interface der Visualisierung vom Atomkraftwerk.

 

Da meine Visualisierung bis auf den Startbefehl automatisiert arbeitet, habe ich als Gimmick das EKS gewählt. Ich habe es so genutzt das der Betrieb nur aufgenommen werden kann, wenn der richtige Schlüssel im EKS registriert wird.

 

Das EKS mit einem dazugehörigen Chip (Schlüssel).

 

 

 

Zusätzlich als Hauptattraktion für unseren Stand hatten wir den Roboterarm aufgebaut. Dieser hatte einen eingespeicherten Ablauf, den er als Show die ganze Zeit ausführte. Für Interessenten legten wir auch seine Fernbedienung bereit.

    

Um die ganzen Funktionen und Abläufe gut erklären zu können hatten wir unsere Programmcodes ausgedruckt und zusammen mit den Pflichtenheften und Dokumentationen bereitgelegt. Als kleine Belohnung, wenn man unsere Aufgabe am Patchfeld gemeistert hat, gab es M&M’s, einen G&O Kugelschreiber und einen G&O Block.

 

 Der erste Tag der diesjährigen Börse war der 26.09.2017, ein Dienstag. Der Tag begann im Betrieb wo wir alle Mitbringsel und Austellungsstücke vorbereiteten und diese anschließend ins Auto einluden. Bis 13 Uhr herrschte dann normaler Arbeitsfluss, da die Börse erst um 16:30 Uhr starten sollte. Als wir um 13:30 Uhr endlich vor Ort waren haben wir direkt unseren Stellplatz ausgekundschaftet. Wir brachten unser Material an den Stellplatz und organisierten uns aus Klassenräumen, die an den Tagen frei waren, Tische und Stühle. Wir verkabelten die Tische, beschafften uns Strom und stellten die Aufsteller auf. Danach bereiteten wir die Projekte und den Roboterarm vor. Schon während dem Aufbau kamen einige Azubis aus anderen Firmen auf einen zu. Teilweise bekannte teilweise neue Gesichter. Um 16:30 Uhr ging es dann los. Die Zeit verging im Flug. Viele Gespräche und Gesichter. Auch viele Eltern da der erste Abend für Familien vorgesehen war. Durch die Eltern entstanden viele intensive Gespräche. Direkt zu Beginn kam schon ein Interessent für ein Praktikum, gut vorbereitet und sogar direkt mit Bewerbung. Abgesehen von dieser Begegnung waren die meisten Interessenten an diesem Tag die Eltern und Lehrer.

 

 

Ich traf auch einige meiner ehemaligen Lehrer welche sich mit mir eingehend über meine Zeit nach der Schule und meinen Start in die Ausbildung unterhielten. Die 4 Stunden waren schnell vorbeigeredet und um 19:30 Uhr war es dann Zeit für den Abbau der Technik. Kabel und ähnliches ließen wir am Platz. Verpackten nur alles sauber und ordentlich. Um 20:00 Uhr hieß es dann Feierabend.

 

Am zweiten Tag, Mittwoch den 27.09.2017 ging es direkt um 8:00 Uhr an der Börse los. Wir hatten eine halbe Stunde alles wieder so herzurichten wie es am ersten Tag aussah.

 

 

An diesem Tag kamen die ersten Schulen aus dem Landkreis samt ihrer Lehrerschaft. Dieser Tag bestand mehr darin die Fragen von den Bögen der Schüler zu beantworten oder mit anderen Azubis von den anderen Ständen zu plaudern. Die ernsteren Gespräche waren hier meist Lehrer oder andere Azubis. Gegen Ende hatte ich dann aber doch noch ein sehr nettes Gespräch mit einem Schüler welcher sich mein Projekt genauer ansehen wollte und auch viel mit mir über den Betrieb, ein Praktikum und Berufsschule unterhalten hat. Auch heute verging die Zeit schnell. Auch wenn weniger los war als den Dienstag. Abbau und anschließend Rückfahrt in den Betrieb.

Im Betrieb gingen wir unseren üblichen Tätigkeiten nach und unterhielten uns noch viel über die Börse. Auch mit unseren anderen Azubis.

 

28.09.2017. Donnerstag und somit der letzte Tag der Ausbildungsplatzbörse. Wieder begannen wir um 8:00 Uhr mit dem Aufbau. Heute kamen wieder überwiegend Schüler. Diesmal allerdings andere Schulen. Auch viele Flüchtlinge kamen zu uns. Dies hat teilweise sogar meine Englischkenntnisse gefordert. Viele wollten sich nur generell über den Beruf oder den Betrieb informieren. Teilweise kamen sogar Politiker oder Beamte aus der Umgebung, fragten nach und ließen sich Dinge erklären. Gegen Hälfte der Zeit kam ein junger Mann auf uns zu. Ein Schüler der neunten Klasse an einer Realschule. Er hatte kein Bild von diesem Beruf und wollte sich eigentlich nur eins in einem kurzen Gespräch machen. Unser Gespräch hielt den ganzen restlichen Tag an. Wir redeten über den Beruf, den Betrieb, die Schule unsere Projekte und unsere Aufgaben. Er erfragte all mein Wissen und bat mich sogar im zu erklären wie ich mein Projekt programmiert habe. Wir sahen uns sogar meine Arbeit aus dem Praktikum, das ich im Herbst 2016 absolvierte, an. Es war eine schöne Erfahrung.

Nicht nur dass ich andere an den Beruf des Fachinformatikers für Anwendungsentwicklung heranführen konnte, sondern auch dass ich selbst durch das viele Erklären und Berichten mein eigenes Wissen der letzten 2 Monate vertieft habe. Diese Erfahrung wird mir mit zukünftigen Praktikanten helfen. Ich habe für mich selbst viele tolle Erfahrungen mitnehmen können. Für mich aber der größte Gewinn sind die vielen Auszubildenden der anderen Betriebe mit denen ich in Kontakt gekommen bin. Ich habe ein viel tieferen Einblick in andere Ausbildungen. Ich konnte mich viel Austauschen und habe neue Freundschaften gefunden. Und auch hatte ich viele ältere Gesichter wiedergesehen, die ich sonst durch den Beginn ihrer Ausbildung, sowie der eigenen nicht mehr so oft gesehen hatte. Es war eine tolle Erfahrung zu sehen, zu was für einer großen Familie von Azubis man gehört und das man trotz der kurzen Zeit und dem eigentlich selbst (gefühlt noch) geringen Wissen, anderen doch so viel helfen und beibringen kann.